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Lehrerfortbildung


Kunst-Unterricht in der Grundschule

Sgraffito mit Ölpastellkreide von Verena Kühnlein nach einer Paul Klee-OriginallithografieKunst für Kinder im Vonderau Museum
Die fantastische Bilderwelt des Paul Klee

Der Maler und Grafiker Paul Klee (1879–1940) gehört zu den bedeutendsten Künstlern des 20. Jahrhunderts. Ebenso wichtig wie sein Einfluss als Maler war auch sein Wirken als Kunstpädagoge und –theoretiker. Während seiner Lehrtätigkeit im Bauhaus Weimar und Dessau war sein zentrales Anliegen, die Beziehungen zwischen Linie, Form, Fläche und Farbe im Bildraum oder innerhalb eines vorgegebenen Musters grundlegend zu erfassen. Trotz seines rationalistischen Ansatzes erkannte Paul Klee auch immer die Rolle des Unbewussten an und verstand Kunst als Schöpfungsakt parallel zur Natur. Er war zutiefst der deutschen Romantik sowie der Märchen- und Fantasiewelt der Kinder verbunden.
Paul Klees fantastische und kindlich anmutende Zeichnungen eignen sich hervorragend für die ästhetische Praxis in der Grundschule. Klees zeichenhafter bildnerischer Ausdruck beinhaltet bekannte Motive wie Häuserdarstellungen, Menschen, Pflanzen und Tiere, die er abwandelte, in neue Zusammenhänge stellte und damit sehr persönliche „Lebenszeichen“ fand.
In der Fortbildungsveranstaltung sollen die Teilnehmer-/innen diese von Paul Klee entwickelte Eigenschaft des kombinierten Zeichnens und Malens in Theorie und Praxis kennen lernen. Dazu werden sein Gesamtwerk kurz vorgestellt und die 3 in der Sammlung des Vonderau Museums befindlichen Zeichnungen betrachtet und analysiert. Einzelne Elemente aus diesen 3 Zeichnungen werden aufgegriffen und sowohl zeichnerisch als auch malerisch weiterentwickelt, um die eigene Formfindung in der eigenen bildnerischen Gestaltung fortzuführen. Dabei sollen durch Variationen des Maluntergrunds und aufgrund von kombinierten Malmitteln und -techniken immer neue Farbeffekte und Bildwirkungen à la Paul Klee entstehen. Dieser Prozess soll die „Erfinderlust“ der Grundschüler und –schülerinnen anregen und deren Fähigkeit unterstützen, mit Formen, Farben und Inhalten zu „spielen“, zu experimentieren und die Freude am eigenen bildnerischen Entwickeln zu entdecken.

Termin: Mittwoch, 28. Oktober 2009, 14.30 – 17.00 Uhr
Durchführung: Kornelia Wagner, Museumspädagogin und Verena Kühnlein, Künstlerin

Weitere Informationen und Anmeldung beim Staatlichen Schulamt in Fulda

Kunst-Unterricht in der Sekundarstufe I

Stillleben von Johann Andreas Herrlein(?), um 1750Alte Stillleben - neu gedacht und umgesetzt
im außerschulischen Lernort Vonderau Museum


Die Epoche des Barock (etwa 1600–1770) war die Blütezeit der Stillleben-Malerei. Erstmals wurden die „stillen“ Dinge selbst zum Gegenstand des Bildes und mit Farben, Licht und Schatten naturgetreu in Szene gesetzt. Dabei haben die barocken Maler zahlreiche Botschaften festgehalten, die symbolisch für religiöse oder moralische Inhalte stehen oder die auf die unwiederbringlich verrinnende Zeit verweisen. Aber auch Luxusgüter und Gegenstände, die im Leben der Menschen damals eine wichtige Rolle spielten, wurden wohl arrangiert und stimmungsvoll dargestellt. Im 20. Jahrhundert ging es nicht mehr um die wirklichkeitsgetreue Wiedergabe der Gegenstände, sondern vor allem um das Gestalten von Formen und einer neuen Gegenständlichkeit.
Als Einstieg in das Thema dient ein virtueller Streifzug durch die Sammlung des Vonderau Museums mit seinen Stillleben-Gemälden von lokalen Künstlern aus zwei Jahrhunderten. Im kunstpraktischen Teil werden die Teilnehmer unter Anleitung der Künstlerin Verena Kühnlein gemeinsam ein Stillleben-Motiv ganz individuell und modern umsetzen. Mit Pinsel, Spachtel und Acrylfarben, die sowohl pastos als auch aquarellisiert eingesetzt werden, lassen sich auf hochwertigem Acrylkarton mit flottem Pinselstrich attraktive und lebendige Effekte erzielen.

Termin: Dienstag, 8. September 2009, 14.30 – 17.00 Uhr

Durchführung: Kornelia Wagner, Museumspädagogin + Verena Kühnlein, Künstlerin
weitere Informationen und Anmeldung beim Staatlichen Schulamt in Fulda

Geschichts-Unterricht in der Sekundarstufe I

E. Verhelst, Porträt des Fürstbischof Heinrich von Bibra, Kupferstich VMF II Ec 138 (Ausschnitt)Der Bischof von Fulda als Fürst und Landesvater im Jahr 1770

Was Ludwig XIV. in Frankreich als absoluter Monarch entwickelt und vorgelebt hat, ist zum Vorbild vieler kleiner Landesfürsten geworden. Innerhalb der „Absolutismus“-Fortbildungsreihe des Staatlichen Schulamts lassen sich die Aufgaben und Selbstdarstellung des absolutistischen Herrschers mit Hilfe von gegenständlichen Quellen sowie Architektur- und Stadtmodellen im außerschulischen Lernort Vonderau Museum anschaulich erschließen. In der Dauerausstellung wird in einer Abteilung die Entwicklung „Vom Kloster zur Landesherrschaft“ präsentiert. Der Abt des Stifts Fulda steht an der Spitze der mittelalterlichen Ständegesellschaft, die sich aus dem Kapitel, dem Adel und den Städten des Stifts zusammensetzt. Die bis ins 18. Jahrhundert gewonnene absolutistische Machtposition zeigen Fuldas Fürstäbte und –bischöfe mit ihrer Bautätigkeit sowie mit künstlerischen und kunsthandwerklichen Erzeugnissen. Zu deren Selbstdarstellung gehören aber auch wirtschaftliche, kulturelle, soziale und seelsorgerische Maßnahmen für die Untertanen.

Termin:    Dienstag, 27. Oktober 2009, 15.00 - 17.00 Uhr
weitere Informationen und Anmeldung beim Staatlichen Schulamt in Fulda

Durchführung: Kornelia Wagner, Museumspädagogin + Bernhard Ilsemann (SSA FD)

Sachkunde-Unterricht in der Grundschule

Funde aus der Steinzeit, Bronzezeit und Eisenzeit erzählen
Die Vorgeschichte im Fuldaer Land für Grundschulen
Im außerschulischen Lernort Vonderau Museum werden für den Sachkunde-Unterricht zum Thema „Unsere Heimat“ Möglichkeiten des entdeckenden Lernens vorgestellt. In der ersten Veranstaltung einer ganzen Fortbildungsreihe für Grundschullehrkräfte wird in der vorgeschichtlichen Abteilung die „graue Vorzeit“ mit archäologischen Funden aus dem Fuldaer Land aufgehellt und erkundet.
Termin:    Dienstag, 30.10.2007, 14.30 Uhr


Ein Spaziergang durch die Geschichte der Stadt Fulda
Stadtgeschichte im Museum für Grundschulen
Im außerschulischen Lernort Vonderau Museum werden für den Sachkunde-Unterricht zum Thema „Unsere Heimat“ Möglichkeiten des entdeckenden Lernens in der kulturgeschichtlichen Abteilung vorgestellt. Ergänzend zu der Heimatkundemappe und des Multimedia-Pakets des Landkreises wird für die 3. + 4.Klasse mit dem Einsatz von unterschiedlichen Anschauungsmaterialien ein Spaziergang durch die Geschichte der Stadt Fulda angeboten.
Termin:   Dienstag, 04.12.2007, 14.30 Uhr
Wiederholung der Veranstaltung aufgrund der großen Nachfrage
               Dienstag, 26.02.2008, 14.30 Uhr
weitere Informationen und Anmeldung beim Staatlichen Schulamt in Fulda

Dachs, Specht, Wildschwein & Co.
Tiere im Wald, Feld und Flur im Museum für Grundschulen
Im außerschulischen Lernort Vonderau Museum werden für den Sachkunde-Unterricht zum Thema Tiere in Wald, Feld und Flur Möglichkeiten des entdeckenden Lernens vorgestellt. Mit Kurzsteckbriefen, Tierpräparaten, Futterkisten und anderen Anschauungsmaterialien können mit der 3.+4. Klasse die in Lebensgröße nachgebauten Lebensräume der Region in Dioramen (Schaukästen) mit ihren Tieren selbsttätig erschlossen werden.
Termin:    Dienstag, 22.04.2008, 14.30 Uhr

Durchführung: Kornelia Wagner, Museumspädagogin
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