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Literatur im Stadtschloss - Autorenlesungen
Die Reihe "Literatur im Stadtschloss" (23. Folge) wird gefördert von der Jubiläumsstiftung Sparkasse Fulda, der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen und dem Verlag Parzeller GmbH & Co KG, Fulda
Beginn jeweils um 20 Uhr, ausnahmsweise in der Kapelle, Vonderau Museum, Jesuitenplatz.
Für alle Veranstaltungen sind Platzkarten zum Preis von 8,00 € (Kapelle) und 4,00 € (Vorraum) im Bürgerbüro der Stadt Fulda erhältlich.
Beginn jeweils um 20 Uhr, ausnahmsweise in der Kapelle, Vonderau Museum, Jesuitenplatz.
Für alle Veranstaltungen sind Platzkarten zum Preis von 8,00 € (Kapelle) und 4,00 € (Vorraum) im Bürgerbüro der Stadt Fulda erhältlich.
Eugen Ruge
Dienstag, 06. März 2012 - 20 Uhr
"In Zeiten des abnehmenden Lichts"
Eugen Ruge, 1954 im Ural geboren (dorthin war sein Vater deportiert worden), kam im Alter von zwei Jahren nach Berlin. Er studierte Mathematik und arbeitete zunächst als Wissenschaftler im Zentra-linstitut für Physik der Erde an der Akademie der Wissenschaften der DDR. Danach war er 20 Jahre Film-Autor. 1988 verließ er die DDR, ging in den Westen und wurde als hauptberuflicher Autor und Übersetzer beim Rundfunk tätig. Heute lebt er in Berlin und auf Rügen.
Der Roman „In Zeiten des abnehmenden Lichts”, sein Erstling, ist ein literarisches Ereignis! Schon das Manuskript zu dieser fabelhaft erzählten Familiengeschichte, die in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg beginnt und über die Ereignisse von 1989 bis ins dritte Jahrtausend reicht, wurde ausge-zeichnet. Das Buch erzählt als Familiengeschichte von der Utopie des Sozialismus und ihrem Verlö-schen. Souverän im Stil und tiefgründig in der Sache ist daraus ein virtuos aufgebauter Roman ent-standen.
Weitere Publikationen: Regiearbeiten beim Film, Schauspiele „Vom Umtausch ausgeschlossen” und „Akte Böhme”
Auszeichnungen: Alfred-Döblin-Preis, Aspekte Literaturpreis und Deutscher Buch-Preis 2011.

"In Zeiten des abnehmenden Lichts"
Eugen Ruge, 1954 im Ural geboren (dorthin war sein Vater deportiert worden), kam im Alter von zwei Jahren nach Berlin. Er studierte Mathematik und arbeitete zunächst als Wissenschaftler im Zentra-linstitut für Physik der Erde an der Akademie der Wissenschaften der DDR. Danach war er 20 Jahre Film-Autor. 1988 verließ er die DDR, ging in den Westen und wurde als hauptberuflicher Autor und Übersetzer beim Rundfunk tätig. Heute lebt er in Berlin und auf Rügen.
Der Roman „In Zeiten des abnehmenden Lichts”, sein Erstling, ist ein literarisches Ereignis! Schon das Manuskript zu dieser fabelhaft erzählten Familiengeschichte, die in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg beginnt und über die Ereignisse von 1989 bis ins dritte Jahrtausend reicht, wurde ausge-zeichnet. Das Buch erzählt als Familiengeschichte von der Utopie des Sozialismus und ihrem Verlö-schen. Souverän im Stil und tiefgründig in der Sache ist daraus ein virtuos aufgebauter Roman ent-standen.
Weitere Publikationen: Regiearbeiten beim Film, Schauspiele „Vom Umtausch ausgeschlossen” und „Akte Böhme”
Auszeichnungen: Alfred-Döblin-Preis, Aspekte Literaturpreis und Deutscher Buch-Preis 2011.
Walter Kappacher
Dienstag, 20. März 2012 - 20 Uhr
"Der Fliegenpalast"
Geboren und aufgewachsen in Salzburg nahm Walter Kappacher über Lehr- und Gesellenjahre als Mechaniker, Militärdienst, Schauspielschule und Reisebüro einen langen Anlauf bis hin zu seinen ersten literarischen Veröffentlichungen im Jahre 1967. Seit 1978 als freier Schriftsteller tätig, hat er seit dem - lange Zeit eher im Verborgenen -ein heute stark beachtetes, umfangreiches und vielfach ausgezeichnetes Werk geschaffen.
In seiner Geschichte „Der Fliegenpalast” gibt Walter Kappacher Hugo von Hofmannsthal eine Stimme, in dem er den alternden Schriftsteller an den Ort seiner Kindheit zurückkehren lässt. Die FAZ nannte das „ein faszinierendes literarisches Solo”. Dank seiner wunderbaren Erzählkunst hat der Autor ein atmosphärisch dichtes Menschen-, Landschafts- und Zeitbild geschaffen. Walter Kappacher erweist sich hier auch als feinsinniger Meister der Ironie.
Weitere Publikationen: „Morgen” (1975), „Rosina” (1978), „Die Jahre vergehen” (1980), „Gipskopf” (1984), „Ein Amateur” (1993), „Silberpfeile” (2000), „Selina oder das andere Leben” (2005) und „Der lange Brief” (2007)
Auszeichnungen: Förderpreis zum Österreichischen Staatspreis für Literatur, Rauriser Literaturpreis, Hermann-Lenz-Preis, Großer Kunstpreis des Landes Salzburg und Georg-Büchner-Preis.

"Der Fliegenpalast"
Geboren und aufgewachsen in Salzburg nahm Walter Kappacher über Lehr- und Gesellenjahre als Mechaniker, Militärdienst, Schauspielschule und Reisebüro einen langen Anlauf bis hin zu seinen ersten literarischen Veröffentlichungen im Jahre 1967. Seit 1978 als freier Schriftsteller tätig, hat er seit dem - lange Zeit eher im Verborgenen -ein heute stark beachtetes, umfangreiches und vielfach ausgezeichnetes Werk geschaffen.
In seiner Geschichte „Der Fliegenpalast” gibt Walter Kappacher Hugo von Hofmannsthal eine Stimme, in dem er den alternden Schriftsteller an den Ort seiner Kindheit zurückkehren lässt. Die FAZ nannte das „ein faszinierendes literarisches Solo”. Dank seiner wunderbaren Erzählkunst hat der Autor ein atmosphärisch dichtes Menschen-, Landschafts- und Zeitbild geschaffen. Walter Kappacher erweist sich hier auch als feinsinniger Meister der Ironie.
Weitere Publikationen: „Morgen” (1975), „Rosina” (1978), „Die Jahre vergehen” (1980), „Gipskopf” (1984), „Ein Amateur” (1993), „Silberpfeile” (2000), „Selina oder das andere Leben” (2005) und „Der lange Brief” (2007)
Auszeichnungen: Förderpreis zum Österreichischen Staatspreis für Literatur, Rauriser Literaturpreis, Hermann-Lenz-Preis, Großer Kunstpreis des Landes Salzburg und Georg-Büchner-Preis.
Frank Schulz
Dienstag, 17. April 2012 - 20 Uhr
"Onno Viets und der Irre vom Kietz"
Frank Schulz, in Norddeutschland aufgewachsen, war kaufmännischer Angestellter, studierte dann verschiedene geisteswissenschaftliche Fächer, wurde Dokumentar bei der Zeitschrift Gala und begann schließlich zu schreiben. Im vom Goetheinstitut initiierten türkisch-deutschen Stadtschreiberprojekt war er in Ayvalik an der Ägäis. Heute lebt Frank Schulz in Hamburg.
Frank Schulz, bislang eher durch virtuos geschriebene Erzählungen bekannt, hat mit „Onno Viets und …” einen spannungsgeladenen Roman vorgelegt - nach der Art des „wie” könnte man auch sagen: erfunden - , von dem Harry Rowohlt sagt: „Jetzt kann sich die deutsche Gegenwartsliteratur warm anziehen!” Ein Buch von hoher sprachlicher Qualität.
Weitere Publikationen: „Kolks blonde Bräute” (1991), „Morbus fonticuli oder die Sehnsucht des Laien” (2001), „Das Ouzo Orakel” (2006), „Naturlyrik, Anfängerkurs” (2008) und „Mehr Liebe. Heikle Geschichten” (2010).
Auszeichnungen: Hamburger Literaturförderpreis, Förderpreis zum Nicolas Born-Preis des Landes Niedersachsen, Irmgard-Heilmann-Preis, Einladung zum Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb, Hubert-Fichte-Preis, Hamburg und Literaturpreis „Das neue Buch”, Bremen.

"Onno Viets und der Irre vom Kietz"
Frank Schulz, in Norddeutschland aufgewachsen, war kaufmännischer Angestellter, studierte dann verschiedene geisteswissenschaftliche Fächer, wurde Dokumentar bei der Zeitschrift Gala und begann schließlich zu schreiben. Im vom Goetheinstitut initiierten türkisch-deutschen Stadtschreiberprojekt war er in Ayvalik an der Ägäis. Heute lebt Frank Schulz in Hamburg.
Frank Schulz, bislang eher durch virtuos geschriebene Erzählungen bekannt, hat mit „Onno Viets und …” einen spannungsgeladenen Roman vorgelegt - nach der Art des „wie” könnte man auch sagen: erfunden - , von dem Harry Rowohlt sagt: „Jetzt kann sich die deutsche Gegenwartsliteratur warm anziehen!” Ein Buch von hoher sprachlicher Qualität.
Weitere Publikationen: „Kolks blonde Bräute” (1991), „Morbus fonticuli oder die Sehnsucht des Laien” (2001), „Das Ouzo Orakel” (2006), „Naturlyrik, Anfängerkurs” (2008) und „Mehr Liebe. Heikle Geschichten” (2010).
Auszeichnungen: Hamburger Literaturförderpreis, Förderpreis zum Nicolas Born-Preis des Landes Niedersachsen, Irmgard-Heilmann-Preis, Einladung zum Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb, Hubert-Fichte-Preis, Hamburg und Literaturpreis „Das neue Buch”, Bremen.
Bärbel Reetz
Mittwoch, 25. April 2012 - 20 Uhr
"Hesses Frauen oder der andere Blick"
Bärbel Reets hat Germanistik und Anglistik studiert und arbeitet als freie Schriftstellerin und Journalistin in Berlin.
Da das Buch, aus dem die Autorin in Fulda liest, zum Zeitpunkt der Drucklegung dieses Flyers noch nicht erschienen war, waren das die Gründe, Bärbel Reets einzuladen: ihre erwiesene schriftstellerische Kompetenz, und der Wunsch, an Hermann Hesse zu erinnern, dessen Todestag sich am 8. August 2012 zum 50. Male jährt.
„Was im Denken und in der Kunst mein Vorzug ist, das macht mir im Leben, besonders bei den Frauen, oft Beschwerden: dass ich mein Leben nicht fixieren kann, dass ich nicht Eines und Eine lieben kann, sondern das Leben und die Liebe überhaupt lieben muss”, das gestand Hermann Hesse, der Dichter, der nicht heiraten wollte und sich doch dreimal band. Um die Frage, wer die Frauen waren, die eine Zeit lang an der Seite des Dichters lebten, geht es in diesem Buch.
Weitere Publikationen: „Virginia oder die Gleichzeitigkeit” (1994), „Emmy Ball-Hennings. Leben in Vielfalt” (2001), „Hugo Ball Biografie” (2003), „Lenins Schwestern” (2006), „Die russische Patientin” (2006).
Auszeichnungen: Bettina-von-Arnim-Preis

"Hesses Frauen oder der andere Blick"
Bärbel Reets hat Germanistik und Anglistik studiert und arbeitet als freie Schriftstellerin und Journalistin in Berlin.
Da das Buch, aus dem die Autorin in Fulda liest, zum Zeitpunkt der Drucklegung dieses Flyers noch nicht erschienen war, waren das die Gründe, Bärbel Reets einzuladen: ihre erwiesene schriftstellerische Kompetenz, und der Wunsch, an Hermann Hesse zu erinnern, dessen Todestag sich am 8. August 2012 zum 50. Male jährt.
„Was im Denken und in der Kunst mein Vorzug ist, das macht mir im Leben, besonders bei den Frauen, oft Beschwerden: dass ich mein Leben nicht fixieren kann, dass ich nicht Eines und Eine lieben kann, sondern das Leben und die Liebe überhaupt lieben muss”, das gestand Hermann Hesse, der Dichter, der nicht heiraten wollte und sich doch dreimal band. Um die Frage, wer die Frauen waren, die eine Zeit lang an der Seite des Dichters lebten, geht es in diesem Buch.
Weitere Publikationen: „Virginia oder die Gleichzeitigkeit” (1994), „Emmy Ball-Hennings. Leben in Vielfalt” (2001), „Hugo Ball Biografie” (2003), „Lenins Schwestern” (2006), „Die russische Patientin” (2006).
Auszeichnungen: Bettina-von-Arnim-Preis
Judith Schalansky
Mittwoch, 09. Mai 2012 - 20 Uhr
"Der Hals der Giraffe"
Judith Schalansky, in Greifswald geboren, hat an der Freien Universität in Berlin zunächst Kunstgeschichte und danach Kommunikationsdesign an der Fachhochschule in Potsdam studiert, an der sie später auch unterrichtete. Judith Schalansky lebt heute als freie Schriftstellerin in Berlin.
In ihrem Buch, das den auf ersten Blick etwas verwirrenden Untertitel „Bildungsroman” trägt, der sich jedoch schnell als treffend erweist – es wird aufgeklärt und wach gerüttelt - lenkt sie die Blicke ihrer Leser vor dem Hintergrund menschenleerer werdender Landstriche in der ehemaligen DDR auf die Probleme unseres Planeten. Nicht zuletzt dadurch, dass Judith Schalansky ihre Pointen zu setzen weiß, ist ein origineller, hellwacher Roman entstanden.
Weitere Publikationen: „Fraktur mon Amour” (2006), „Blau steht Dir nicht” (2008), „Atlas der abgelegenen Inseln” (2009)
Auszeichnungen: Designpreis Rheinland Pfalz, 1. Preis der Stiftung Deutsche Buchkunst, Longlist Deutscher Buchpreis 2011

"Der Hals der Giraffe"
Judith Schalansky, in Greifswald geboren, hat an der Freien Universität in Berlin zunächst Kunstgeschichte und danach Kommunikationsdesign an der Fachhochschule in Potsdam studiert, an der sie später auch unterrichtete. Judith Schalansky lebt heute als freie Schriftstellerin in Berlin.
In ihrem Buch, das den auf ersten Blick etwas verwirrenden Untertitel „Bildungsroman” trägt, der sich jedoch schnell als treffend erweist – es wird aufgeklärt und wach gerüttelt - lenkt sie die Blicke ihrer Leser vor dem Hintergrund menschenleerer werdender Landstriche in der ehemaligen DDR auf die Probleme unseres Planeten. Nicht zuletzt dadurch, dass Judith Schalansky ihre Pointen zu setzen weiß, ist ein origineller, hellwacher Roman entstanden.
Weitere Publikationen: „Fraktur mon Amour” (2006), „Blau steht Dir nicht” (2008), „Atlas der abgelegenen Inseln” (2009)
Auszeichnungen: Designpreis Rheinland Pfalz, 1. Preis der Stiftung Deutsche Buchkunst, Longlist Deutscher Buchpreis 2011
Jan Brandt
Dienstag, 05. Juni 2012 - 20 Uhr
"Gegen die Welt"
Jan Brandt ist 1974 in Leer/Ostfriesland geboren. Er studierte in Köln, London und Berlin Geschichte und Literaturwissenschaft und besuchte anschließend die Deutsche Journalistenschule in München. Sein äußerst schwieriger aber konsequent gegangener Weg vom darbenden zum erfolgreichen Autor beweist die Kraft seiner Berufung. Jan Brandt lebt heute als freier Schriftsteller in Berlin und schreibt regelmäßig für die FAZ und die SDZ.
Mit seinem 921 Seiten starken Buch hat Jan Brandt im Jahre 2011den umfangreichsten Romanerstling und wohl auch einen der besten vorgelegt. „Gegen die Welt” ist ein großer deutscher Roman über die Provinz, ein Leben zwischen Revolte und Anpassung, Freundschaft, Verrat und Popkultur. Die Dichte und besondere Art der Darstellung beeindrucken. Jan Brandt hat in wahrlich kolossaler Weise debütiert - rebellisch, bewegend und witzig.
Weitere Publikationen: „Einmal noch” (2002); verschiedene Erzählungen wurden in der FAZ und der SDZ veröffentlicht.
Auszeichnungen: Literaturpreis Prenzlauer Berg, Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2011
"Gegen die Welt"
Jan Brandt ist 1974 in Leer/Ostfriesland geboren. Er studierte in Köln, London und Berlin Geschichte und Literaturwissenschaft und besuchte anschließend die Deutsche Journalistenschule in München. Sein äußerst schwieriger aber konsequent gegangener Weg vom darbenden zum erfolgreichen Autor beweist die Kraft seiner Berufung. Jan Brandt lebt heute als freier Schriftsteller in Berlin und schreibt regelmäßig für die FAZ und die SDZ.
Mit seinem 921 Seiten starken Buch hat Jan Brandt im Jahre 2011den umfangreichsten Romanerstling und wohl auch einen der besten vorgelegt. „Gegen die Welt” ist ein großer deutscher Roman über die Provinz, ein Leben zwischen Revolte und Anpassung, Freundschaft, Verrat und Popkultur. Die Dichte und besondere Art der Darstellung beeindrucken. Jan Brandt hat in wahrlich kolossaler Weise debütiert - rebellisch, bewegend und witzig.
Weitere Publikationen: „Einmal noch” (2002); verschiedene Erzählungen wurden in der FAZ und der SDZ veröffentlicht.
Auszeichnungen: Literaturpreis Prenzlauer Berg, Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2011

