Spielplan 2011/2012
- 02.02.2012 - Der blaue Engel
- 07.02.2012 - Silver Garburg Piano Duo
- 09.02.2012 - Minna von Barnhelm
- 10.02.2012 - Blue Jeans - Mit 17 hat man noch Träume
- 14.02.2012 - Much Ado About Nothing
- 26.02.2012 - Makhulu
- 28.02.2012 - Orpheus und Eurydike
- 29.02.2012 - Kuss Quartett
02.02.2012 - Der blaue Engel

Schlosstheater, Fulda
Schauspiel nach dem Roman „Professor Unrat“ von Heinrich Mann und nach dem Film „Der blaue Engel“ von Josef von Sternberg
Unter Verwendung des Drehbuches von Carl Zuckmayer, Robert Liebmann und Karl Gustav Vollmoeller
Fassung des Theaters in der Josefstadt Wien von Peter Turrini
EURO-STUDIO Landgraf
Liedtexte und Musik von Friedrich Hollaender
Regie: Frank Matthus
Bühnenbild: Karel Spanhak
Mit Gerd Silberbauer als Prof. Immanuel Rath, genannt „Unrat“, sowie Jörg Walter u. a.
„Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt …“
„Kinder, heut Abend, da such’ ich mir was aus, einen Mann …“
„Ich weiß nicht, zu wem ich gehöre …“
„Nimm dich in Acht vor blonden Frau’n …“
„Ich bin die fesche Lola …“
Eines Abends besucht der strenge, pedantische Gymnasialprofessor Rath, traditionsgemäß von allen Schülern „Unrat“ genannt, das Etablissement „Der blaue Engel“. Er will herausfinden, was es auf sich hat mit Lola.
Lola, für die seine Schüler sich so sehr interessieren. Nachdem sie ihm viel Bein gezeigt und „Ich bin die fesche Lola“ gesungen hat, weiß er es. Fasziniert und verwirrt besucht er Lola in der Garderobe – und wacht morgens in ihrem Bett wieder auf.
Von nun an gibt es für ihn nur noch seine Liebe „und sonst gar nichts“. Für Lola setzt er seine ganze Existenz aufs Spiel. Schnell spricht sich in der Kleinstadt herum, wo der Professor seine Abende verbringt. Aber Hohn und Spott prallen an ihm ab. Er quittiert den Schuldienst und heiratet Lola, die als „Frau Professor“ das Geld mit vollen Händen ausgibt. Schneller als gedacht sind seine Ersparnisse aufgebraucht – und Lola muss wieder auftreten, um Geld zu verdienen.
Rath – seines Vermögens beraubt – verliert an Attraktivität für Lola. Mitleidlos fordert sie seinen Anteil am ge-meinsamen Unterhalt – so steht er Abend für Abend traurig als „lustiger August“ auf der Bühne.
Die Geschichte dieser zwei so verschiedenen Liebenden endet dort, wo sie begann: im „Blauen Engel“. In Erwartung voller Kassen hat Variétedirektor Kiepert ein Engagement in Raths Heimatstadt abgeschlossen – mit dem zum Hanswurst degradierten Professor als Höhepunkt. Es kommt zum erwarteten Eklat. Gedemütigt und wie von Sinnen flieht Rath vor der grölenden Menge von der Bühne. Allein irrt er durch die Straßen und bricht tot zusammen.
07.02.2012 - Silver Garburg Piano Duo

Schlosstheater, Fulda
Tanja Tetzlaff, Violoncello
Quirine Viersen, Violoncello
Sibylle Mahni-Haas, Horn
Werke von Prokofjew und Schumann
Sergej Prokofjew (1891 – 1953)
Cinderella (Transkription von Mikhail Pletnev für zwei Klaviere)
Robert Schumann (1810 – 1856)
Variationen op. 46 für zwei Klaviere, zwei Violoncelli und Horn
Robert Schumann (1810 – 1856)
Fünf Stücke im Volkston op. 102 für Violoncello und Klavier
Sergej Prokofjew (1891 – 1953), Sonate
für Violoncello und Klavier op. 119
09.02.2012 - Minna von Barnhelm

Schlosstheater, Fulda
Lustspiel von Gotthold Ephraim Lessing
Neues Theater Senftenberg
Inszenierung: Esther Undisz
Ausstattung: Ulrike Schlafmann
Musik: Gisela Kahl
Es sind die ersten Friedenstage. Minna von Barnhelm ist gemeinsam mit ihrer Freundin auf der Suche nach ihrem Verlobten, Major Tellheim. Der Krieg ist zu Ende, aber die Männer haben nur das Kämpfen gelernt.
Was ist ihre Aufgabe außerhalb des Schlachtfeldes? Wie fasst „Mann“ wieder Fuß im normalen Leben? Für den ehemaligen Major Tellheim wird die Freiheit des Friedens zur existenziellen Bedrohung. Alle Werte schwanken und schwinden. Die humanitäre Heldentat, die Tellheim während des Krieges königliche Anerkennung einbrachte, wird nun von Kommissionen untersucht. Und als ihm die Auszahlung der beträchtlichen Summe, die er in des Königs Namen ausgelegt hatte, verweigert wird, hat er nichts mehr:
kein Vermögen, keinen Beruf, keine Perspektive. Verletzt in seinem Stolz, fühlt er sich der Liebe Minnas nicht würdig. Doch Minna kann und will ihren geliebten Tellheim nicht lassen. Unterstützt von ihrer Freundin, kämpft sie um den gedemütigten, verbohrten Mann. Ihre Waffen sind Charme, Witz, flinke Worte, fröhlicher Starrsinn und am Ende eine ausgeklügelte List …
10.02.2012 - Blue Jeans - Mit 17 hat man noch Träume

Schlosstheater, Fulda
Altes Schauspielhaus, Stuttgart
Buch: Jürg Burth, Ulf Dietrich
Arrangements: Niclas Ramdohr
Musik: Legendäre Songs und Evergreens der 1950er- und 1960er-Jahre wie „Steig in das Traumboot der Liebe“, „Wo meine
Sonne scheint“, „Capri-Fischer“, „Buona Sera“, „Wenn Teenager träumen“, „Wir wollen niemals auseinandergeh’n“, „Rock around the clock“, „Es geht besser“, „Ein Schiff wird kommen“ u. a.
Regie: Ulf Dietrich
Bühne: Charles Copenhaver
In Ulf Dietrichs „Blue Jeans“, schon im Berliner Theater des Westens, in Aachen, Essen und bei Tourneen ein phänomenaler Kassenschlager, lernt Lisa, standesgemäß verlobte Tochter aus gutbürgerlichem Hause, Tom
kennen, einen tollen Typen in Bluejeans und James-Dean-Lederjacke.
Durch ihn wird ihre Gummibaum- und Nierentischidylle, inklusive der Benimmregeln der Frau von Pappritz, vom Rock’n’Roll, den Tom göttlich tanzen kann, überrollt. Aber auch die Eltern werden von der Musik infiziert, und alles löst sich auf in einem komödiantischen Happy End. Lisa darf ihren Traummann heiraten – und auch die Eltern vertauschen Anzug und Kleid gegen Bluejeans! Die beiden Autoren Jürg Burth und Ulf Dietrich haben eine spritzige Aufführung zusammengestellt, die, eingebunden in eine intelligente Rahmenhandlung, die richtige Mischung ergibt: eine bissig ironische Theatershow mit Tanz und Livemusik vom Feinsten. Ein heißer Rock’n’Roll, schwingende Petticoats und krachenge Bluejeans. Vor allem der Drang nach Freiheit, die Aufbruchstimmung in Erwartung einer neuen Zeit waren es, die die 1950er prägten. Wiederaufbau und neue Bürgerlichkeit und eine Jugend, die rebelliert gegen die „Alten“, deren fragwürdiges Wertesystem und den depressiven Muff der Nachkriegsjahre.
14.02.2012 - Much Ado About Nothing
Schlosstheater, Fulda
von William Shakespeare
The American Drama Group Europe und TNT Theatre Britain
(in englischer Sprache)
Inszenierung: Paul Stebbings
„Viel Lärm um nichts“ ist vielleicht Shakespeares vollkommenste Erkundung der Liebe. Drangsal und Qualen von vier Verliebten und ihren Freunden und Feinden zeigen uns die Liebe sowohl in all ihren absurden und großartigen als auch in all ihren tragischen und törichten Facetten. Die Liebe macht uns alle zum Narren, das war immer so und wird immer so bleiben. Aber diese Torheit macht uns ja erst zu Menschen, und ohne die Liebe sind wir bloß Egozentriker und haben nur den Tod als Partner. Shakespeare erforscht diese großen Themen mit einer Leichtigkeit, die selbst bei ihm bemerkenswert ist. Mit Benedict und Beatrice schafft er zwei der reizendsten und beseeltesten Liebenden der klassischen Literatur. Wäre noch anzumerken, dass die Handlung nahezu perfekt ist: In einer schwindelerregenden Szenenfolge, die das Publikum zugleich zu Tränen rührt und zum Lachen bringt, wird hohe Schauspielkunst mit großartigem Witz und wunderbarer Poesie verbunden. Wenn dies „viel Lärm um nichts“ ist, so ist unser Leben und Lieben in der Tat nichts – denn dieses Stück legt das Leben bloß und hat doch den Charme, darüber zu lachen.
26.02.2012 - Makhulu

Schlosstheater, Fulda
South African Musical Group
Die Vorstellungen dieses Ensembles lassen niemanden unberührt. Die Künstler sprühen vor Temperament und Energie. Akrobatische Tanzchoreografien,
viele verschiedene Musikinstrumente und farbenfrohe Kostüme entführen in die mitreißende Welt Afrikas.
In fesselnden Szenen wird gezeigt, wie sich Optimismus und Liebe zwischen Verkehrsstaus, Arbeitsalltag und Großstadtrummel ihren Weg bahnen.
28.02.2012 - Orpheus und Eurydike
Schlosstheater Fulda
Oper von Christopoh Willibald Gluck
Kammeroper Prag in Koproduktion mit dem Theater Liberec
Inszenierung: Martin Otava
Musikalische Leitung: Martin Doubravsky
In Glucks "Orpheus und Eurydike" von 1762 sind die Prinzipien im Schaffen des Komponisten, Einfachheit, Wahrheit und Natürlichkeit, genial vereint.. Unter dem Einfluss der Musikästhetik Rousseaus konzentrierte sich Gluck auf die Kraft des unverstellten Ausdrucks und auf die Natürlichkeit des Gesangs.
Orpheus trauert um seine geliebte Eurydike während seine Freunde ein ausgelassenes Fest feiern, ohne seine Verzweiflung zu bemerken. Er fühlt sich verlassen und beschließt spontan, ebenfalls diese Welt zu verlassen. Dabei gerät er in einen Zustand zwischen Leben und Tod, in der er sich und Eurydike, aber auch die Gesellschaft von einer übergeordneten Ebene selbst betrachten kann. Die Grenzen zwischen Leben und Tod verschwimmen. Er fasst wieder Mut...
Mit dem berühmten Reigen seliger Geister, dem Tanz der Furien und Orpheus
Klagelied Ach, ich habe sie verloren, einer der berührendsten Arien der
Operngeschichte.
29.02.2012 - Kuss Quartett

Schlosstheater, Fulda
András Adorján, Flöte
Wolfgang A. Mozart (1756 – 1791)
Flötenquintett – D-Dur
Ludwig van Beethoven (1770 – 1827)
Quintett op. 85
Franz Schubert (1797 – 1828)
Streichquartett G-Dur D 887

